ÜBER UNS

In den Jahren nach dem 1. Weltkrieg - das genaue Datum ist nicht verbürgt - kam der in Breslau geborene Architekt Max Krusemark (1887-1968) nach Mühlheim. Er wurde enger Mitarbeiter und später auch Teilhaber des Steinheimer Unternehmers Jacob Rousselle (1857-1935), der hier eine Kiesbaggerei besaß. Gemeinsam bauten sie in den folgenden Jahren eine Produktion für Edelputze auf. Im Jahre 1929 erwarb Max Krusemark von Jacob Rousselle das Stein- und Edelputzwerk, und er gründete die Silikat Edelputz und Steinwerke Max Krusemark, Mühlheim.

In der Folgezeit baute Max Krusemark die Edelputzproduktion aus, und bereits 1939 wird in der Unternehmensbroschüre "Was muß der Baufachmann vom Edelputz wissen?" erstmals ein Steinergänzungsmaterial erwähnt, das dann Ende der 40er Jahre unter dem Markennamen "Mineros" auf den Markt kam.

Max Krusemarks Sohn Albin fiel in den letzten Tagen des 2. Weltkrieges; seine Frau Adelheid, geb. Richter blieb in Mühlheim und heiratete 1949 Carl Camin (1911-1984) der kurze Zeit später in das Unternehmen eintrat. Durch Adoption trug Carl Camins Familie in der Folgezeit den Familiennnamen "Krusemark-Camin".

Neben der Ausweitung des Edelputzbereiches wurde in der Zeit ab 1950 schwerpunktmäßig mit dem Aufbau einer Produktion für farbige Betonplatten (Minerosplatten) und Wasch-betonplatten begonnen. Es bestand eine enge Kooperation mit den in direkter Nachbarschaft ansässigen, befreundeten Mühlheimer Zementsteinwerken.

1960 wurden zwei große neue Produktionshallen in Betrieb genommen, und mehrere neue Plattenpressen angeschafft.

Max Krusemark starb im Jahre 1968. Die alleinige Geschäftsführung übernahm Carl Krusemark-Camin.

Die 70er Jahre waren im Betonplattenbereich von einem steten Preisverfall aufgrund erheblicher Überkapazitäten gekennzeichnet (allein in Mühlheim und Umgebung gab es etwa 10 Betriebe), wogegen sich die Nachfrage im Edelputzbereich sehr positiv entwickelte. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der Überalterung der bestehenden Produktionsanlagen entschloß sich Carl Krusemark-Camin im Jahre 1972 zum Bau einer vollautomatischen Großmischanlage für die Herstellung der Edelputze, sowie eines neuen Lagergebäudes. Zu diesem Zweck wurde der damals noch bestehende Teil der auf dem Betriebsgelände befindlichen Kiesgrube ausgefüllt, und auf diese Weise wertvolles Terrain gewonnen. Für das Unternehmen war die Investition in einer Größenordnung von DM 2 Mio bei einem damaligem Jahresumsatz von etwa 3 Mio ein wahrer Kraftakt. Zurückblickend aber war es eine zwar mutige aber richtige Entscheidung.

Im Jahre 1975 trat Michael Krusemark-Camin in die Geschäftsführung ein.

Im Jahre 1978 entschloß man sich vor dem Hintergrund stetig rückgängiger Umsätze den gesamten Bereich der Betonplatten-Herstellung einzustellen. Man tat dies aber auch mit dem Gedanken, die Investitionstätigkeit im Bereich Trockenmörtel zu verstärken, und das gesamte Betriebsgelände für diesen Bereich zu nutzen.

Die nächsten zwanzig Jahre waren gekennzeichnet von einem konsequenten Ausbau des Betriebsgeländes und der nahezu kompletten Erneuerung der Firmengebäude und Anlagen.

In der Chronologie:

1982: Gründung der K+S Handelsgesellschaft für Maler- und Putzerbedarf, um dem ständig steigenden Bedarf an Zusatzartikeln gerecht zu werden.

1984: Bau zweier weiterer Hallen zur Einlagerung von Fertigware. Abriß der alten Produktionsanlagen und Verlagerung der Mineros- und Kleinmengenproduktion in die ehemaligen Gebäude der Betonplattenproduktion.

1985: Neubau eines großzügigen Verwaltungsgebäudes mit Schulungs-, Labor- und Sozialräumen. Ausbau der Verkehrswege, Neugestaltung des Einfahrtsbereiches mit Grünflächen.

Leider durfte Carl Krusemark-Camin die Fertigstellung nicht mehr miterleben, er starb im Mai 1985.

1990/1991: Umfangreiche Erweiterung der Edelputz-Mischanlage mit zusätzlichen Rohstoffsilos und einem Versorgungsturm mit Lastenaufzug. Umstellung der Lochkartensteuerung auf eine SP-Steuerung.

1994: Neubau einer Lagerhalle mit angeschlossenen Laborräumen.

1996: Erwerb eines 4.000 m²-Grundstückes mit einer 1.200 m²-Lagerhalle mit Büroräumen in Wilsdruff, vor den Toren Dresdens; Nutzung als Werkslager um dem steigenden Absatz in diesen Vertriebsgebiet gerecht zu werden.

1998/1999: Neubau einer vollautomatischen Produktionsanlage mit SP-Steuerung speziell für die Herstellung von Kleinchargen sowie Mineros; Neubau zweier Lagerhallen mit einer Gesamtfläche von 1.500 m². Abriß der alten Werkshallen und Umgestaltung der Ein- und Ausfahrten mit Grünflächen und Erneuerung der gesamten Einfriedigung.

1999: Gründung der Vertriebsgesellschaft SCHAEFER KRUSEMARK gemeinsam mit SCHAEFER KALK.

2003: Eintritt von SCHAEFER KALK als Gesellschafter von KRUSEMARK Edelputz.


2004-2008: Umfangreiche Modernisierung unserer Großmischanlage 1. Unter anderem komplette Erneuerung der selbstprogrammierbaren Steuerung, Installation neuer Aggregate für die Absackung und Palettierung, Anschaffung eines Stretchhauben-Automaten.

2011: Zertifizierung unseres Qualitäts-Management-Systems.

2014: Installation eines neuen Großmischers (5 Tonnen).